WESSLINGER SEE

Sicher habt Ihr Euch schon oft gewundert, wieso mitten im Weßlinger See ein Springbrunnen gebaut wurde? Das ist gar kein Springbrunnen, sondern eine Sauerstoffanlage. Und das kam so:
Es gab Zeiten, da war im und rund um den Weßlinger See die Natur noch in Ordnung. Doch immer mehr Menschen kamen aus München an den See, um wenigstens für einen Tag frische Luft zu schnappen und den Streß der Großstadt loszuwerden.
Es gibt zwei kleine Filme vom Weßlinger See: der eine entstand in den 50iger Jahren im vorigen Jahrhunder (da waren viele Eurer Eltern noch gar nicht geboren), einen zweiten, der 1979 gedreht wurde. Wurden im ersten Film noch Bilder einer intakten Natur gezeigt, steht im zweiten Film die Belagerung des Sees durch die Naherholung im Mittelpunkt.
Das Problem: An schönen Tagen tummeln sich Massen von Menschen rund um den See, die wenig Rücksicht auf die Natur nahmen. Pflanzen und Fische ersticken, der See kippte um - so nennt man dies in der Beamtensprache. Der Gemeinde, die den See im Jahr 1968 vom Grafen von Toerring zurück gekauft hatte, blieb nichts anderes übrig, als Schutzzonen zu errichten und 1978 eine Tiefenwasserbelüftung, die Ihr als Springbrunnen wahrnehmt, zu bauen.
In der folgenden Hörgeschichte erzählt Norbert Gastell - die ehemalige Synchronstimme von Homer Simpson, der leider 2016 verstorben ist - die Geschichte über den Ankauf des Weßlinger Sees durch die Gemeinde.