TECHNIK

LILIUM AVIATION

Der Prototyp des künftigen E-Jets ist startklar

Könnt Ihr Euch vorstellen, schon bald mit einem Jet nach München in den Tierpark zu fliegen? Ihr glaubt jetzt, ich erzähle Euch Hirngespinste. Nein, keineswegs. Ganz in der Nähe Eures Wohnortes, beim ASTO-Park am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, steht schon der erste Prototyp, der nur darauf wartet, in Serie zu gehen. Ein Prototyp ist ein Modell, das in Originalgröße hergestellt und erst mal die Flugeigenschaften ohne Menschen im Cockpit erprobt wird. Geplant ist, schon in fünf Jahren mit diesen Elektro-Jets durch die Region zu fliegen. Und weil als Antrieb kein Verbrennungsmotor, wie es bei Stinkeautos der Fall ist, sondern saubere elektrische Energie verwendet wird, ist dieser Jet auch sehr leise und sehr umweltfreundlich. Und mit einer Reisegeschwindigkeit von 300 km/h viel, viel schneller, als jedes Auto.
Erfunden hat den Jet Daniel Wiegand. Der hat auch gleich noch drei Freunde gefunden, die mit Begeisterung an dem Projekt mitwirken. Außerdem sind viele kluge Leute überzeugt, dass es Sinn macht, den Verkehr künftig zum großen Teil von der Straße in den Luftraum auf etwa drei Kilometer Höhe zu verlegen und haben dem Team zehn Millionen Euro für die Entwicklungs zur Verfügung gestellt. In der Luft stören die Jets niemanden, denn sie werden weder gesehen noch gehört. Ach so, ja, das wichtigste hätte ich fast vergessen. Es werden auch keine Landebahnen benötigt, weil das Fahrzeug senkrecht starten und landen kann und dies überall möglich ist, wo auch Platz für ein etwas größeres Auto wäre.
Polly Polster

Entwickler und Unterstützer

Daniel Wiegand (von links), Patrick Nathen, Thorben und Ekkehard Fabian und Sebastian Born präsentieren einen von 36 E-Propellern, die den Jet künftig durch die Lüfte tragen